Evangelisches Kirchspiel Schenklengsfeld

Veranstaltungsteam des Literaturgottesdienstes in Wippershain

„Der Glöckner von Notre Dame“- ein Literaturgottesdienst am 3. Juli 2022 11.00 Uhr Kirche Wippershain und 18.00 Uhr Stadtkirche Bad Hersfeld

Nach genau drei Jahren und pünktlich zu Beginn der Festspielsaison 2022 ist es endlich wieder Zeit für einen Literaturgottesdienst. Herbert Janßen und Imke Leipold haben das Meisterwerk von Victor Hugo „Notre Dame de Paris“, wie „Der Glöckner von Notre Dame“ im Original heißt, zu einer Lesefassung umgearbeitet, um so einen eigenen kirchlichen Beitrag und Gedanken zum Stück einzubringen. Janßen und Leipold sind schon seit Jahren ein eingespieltes Literaturgottesdienst- Team. Beide wissen, es ist immer wieder ein gewaltiges Stück Arbeit. „Bei Notre Dame haben wir die über 660 Seiten Lesestoff auf 15 Seiten komprimiert“ sagt Pfarrerin Imke Leipold und ergänzt: „Unser Ziel ist es, das Stück so zu kürzen, dass der Kern des Inhaltes und die großen Erzählstränge dabei erhalten bleiben und für die Gottesdienstbesuchenden und Hörenden nachvollziehbar wird“. In diesem Jahr sind sogar ein weiterer Kollege und zwei Kolleginnen mit im Leseteam, schwärmt Imke Leipold. Pfarrer Wilfried Marnach ist die Idealbesetzung für Quasimodo, die Pfarrerinnen Silke Kohlwes und Dorothee Becker teilen sich die Rolle des Erzählers Pierre. Die Rolle der Esmeralda liest Michaela Buchs, Anke Hofmann übernimmt den Part der Gudula und Herbert Janßen den des Domprobstes Claude Frollo. Musikalisch wird der Literaturgottesdienst von Arik Gebauer(Orgel) und Andreas Leipold (Flöte) ausgestaltet. Bei der Predigtvorbereitung hat Imke Leipold festgestellt, wie erschreckend aktuell die Thematik des Romanes ist: Das Thema Zwang und die Erkenntnis, wie Liebe und Leidenschaft zu zerstörerischem Fanatismus umschlagen können. Am 3. Juli, zwei Tage nach der Premiere des Stückes auf der Stiftsruinenbühne, wird „Der Glöckner von Notre Dame“ als Literaturgottesdienst um 11.00 Uhr in der Kirche in Wippershain und um 18.00 Uhr in der Bad Hersfelder Stadtkirche gefeiert. Der Literaturgottesdienst ist vor allem auch als Anregung gedacht, um anschließend das von Intendant Joern Hinkel inszenierte Theaterstück in der Ruine zu besuchen.


Abendhimmel
Wir sind entsetzt über den Krieg in der Ukraine. Wir wollen für den Frieden beten und laden dazu ein - z.B. so:

Krieg in der Ukraine
Wir sind entsetzt, fassungslos.
Gott, höre unseren Schrei:
Sei bei den Menschen, die angegriffen werden.
Bei denen, die mitten drin sind in Zerstörung, Gewalt, Leid und Tod.
Bei denen die fliehen.
Bei denen, die sich und andere verteidigen.

Gott, mach dem Irrsinn ein Ende.
Bring die Verantwortlichen zur Vernunft.
Rüttle deine Kirchen auf, in Ost und West, dass sie mutig, konsequent und laut für den Frieden eintreten.
Du weißt, wir haben Angst und sind unsicher. Wie wird es weitergehen? Was können wir machen? Gib uns Kräfte und Ideen. Lass uns tun, was von uns verlangt wird, auch wenn es etwas kostet.
Richte du unsere Füße auf den Weg des Friedens. Amen.

EKKW ruft zum Friedensgebet auf

Bischöfin: „Wir können zeigen, dass wir an die Menschen in der Ukraine denken“

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ruft angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine dazu auf, an die betroffenen Menschen zu denken und um Frieden zu beten. Ebenso wie in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und im Bistum Fulda läuten jeden Mittag um zwölf Uhr die Glocken in den Gemeinden und laden zum Innehalten und zum Gebet ein.

„Es ist Krieg in Europa. Das ist ein Bruch des Völkerrechts. Das ist etwas, was die Menschen in Europa nicht wollen, und es ist ein Krieg von Diktatur gegen Demokratie“, sagt die Bischöfin der EKKW, Dr. Beate Hofmann. Sie bezeichnet die Situation als sehr beängstigend. „Ich hoffe sehr, dass es der Weltgemeinschaft und unseren Politikerinnen und Politikern gelingt, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden und dafür zu sorgen, dass hier kein gesamteuropäischer Krieg oder gar ein Weltkrieg entsteht“, so die Bischöfin. Darum sei es wichtig, im Gespräch zu bleiben und diplomatische Wege zu suchen.

„Wir hier in Hessen können zeigen, dass wir an die Menschen in der Ukraine denken, über die sozialen Medien, über Demonstrationen, aber eben auch über Friedensgebete“, erläutert Bischöfin Hofmann. „So ein Gebet verbindet meine Gedanken, Gefühle, meine Sehnsucht nach Frieden mit den Gedanken und Hoffnungen und Wünschen anderer Menschen und es richtet uns alle aus auf Gott, der ein Gott des Friedens ist. So wirkt das Gebet nach innen, nach außen und nach oben.“