Evangelisches Kirchspiel Schenklengsfeld

Willkommen zum Kids Eck

Erste Woche vom 18. bis 22. März 2020
Mittwoch, 18. März 2020

Liebe Kinder, liebe Eltern und Großeltern,
heute kommt ein Rätsellied aus meiner Kindheit. Vielleicht kennen es die Älteren auch und können es singen. Ihr könnt sie zum Vorsingen an´s Telefon rufen und ihnen den Text vorlesen.

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein?

Das Männlein dort auf einem Bein
Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein
Kann nur - ??? - sein.


Und, wer ist das Männlein im Walde? Die Auflösung kommt dann morgen...

Und noch ein bekanntes Lied aus der Kinderspielstunde (zur Melodie von »Winter ade«):

Schneeglöckchen kling,
Frühling uns bring,
bring uns den Sonnenschein,
wacht auf ihr Blümlein,
Schneeglöckchen klein
Frühling uns bring.

Vöglein, trara
sind wieder da
bau´n sich ein Nestchen klein
für ihre Kinderlein
Vöglein trara
sind wieder da.

Häslein husch husch
durch Feld und Busch
Sind uns zum Osterfest
die allerliebsten Gäst
Häslein, husch husch
durch Feld und Busch.


Donnerstag, 19. März 2020



Das Männlein dort auf einem Bein
Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein
Kann nur die Hagebutte sein.

Das Männlein, das im Walde steht - ist die Hagebutte, also die Frucht, die übrig bleibt, wenn die Wildrose im Sommer verblüht ist. An der Stelle, die zuvor die rosa Blütenblätter getragen haben, bleiben nur schwarze, vertrocknete Reste übrig - das »schwarze Käppelein«. Die Früchte, die viele kleine Kerne, eigentlich Nüsse, enthalten, bleiben an ihrem Strauch den Herbst und Winter über.
Zwar sind die einzelnen Hagebutten nicht allein, und sie stehen genau genommen auch eher als Strauch nicht nur »auf einem Bein«, aber wenn man sich die Stille und Dunkelheit eines Winternachmittags im Wald vorstellt, in der man das Rot der Hagebutte hervorstechen sieht, kann man die Stimmung nachempfinden, die der Dichter des Kinderliedes beschreiben wollte.

Für die »etwas« älteren Kinder:
Hoffmann von Fallersleben war Professor für Germanistik und hatte mit seinen »Unpolitischen Liedern« den Ärger seiner Dienstherrin, der Regierung von Preußen, auf sich gezogen. Es ging darin um die deutsche Kleinstaaterei und Fürstenwillkür, gegen Zensur und Überwachung. Er verlor daraufhin seine Anstellung und musste das Land verlassen.
Er kam bei Freunden unter und dichtete im Exil zweimal fünfzig Kinderlieder. Darunter auch »Ein Männlein steht im Walde«.
Von den vielen Kinderliedern, die Hoffmann von Fallersleben geschrieben hat, ist »Ein Männlein steht im Walde« deswegen so bekannt geworden, weil Engelbert Humperdinck es in seine Kinderoper »Hänsel und Gretel« aufgenommen hat. Während Hänsel im Wald Erdbeeren sammelt, singt Gretel dieses Lied und flicht sich dabei einen Kranz von Hagebutten.

Kennt man den Hintergrund der Entstehung des Liedes im Dezember 1843, könnte man auf die Idee kommen, dass das arme Männlein, das da still und stumm allein im Wald stehen gelassen wurde, der Dichter selbst sein könnte.
Aber ganz so schlecht ging es ihm nicht. Er hatte Freunde, die ihn aufnahmen. Und er hatte in der Zeit seines Exils eine ausgesprochen produktive Phase, trotz und vielleicht auch wegen seiner damals unbestritten schwierigen Lebensverhältnisse.

Die Farbe Purpur, die die Hagebutte angeblich tragen soll, führt etwas aufs Glatteis. Die heutige Farbe Purpur bezeichnet eher ein Violett, ein Rot mit starkem Blauanteil. Der klassische Purpur ist ein extrem teurer Farbstoff, der aus Unmengen von im Meer lebenden Purpurschnecken gewonnen werden musste. Um etwa ein Kilo Stoff zu Zeiten der Antike purpur zu färben, mussten ca. 10.000 Purpurschnecken lebend gefangen und ihnen dann aus der Atemhöhle der Drüsenkörper entfernt werden. Dieser wurde zerquetscht und drei Tage in Salz gelagert, um anschließend zehn Tage erhitzt zu werden. Unter Sauerstoff- und Lichteinwirkung entwickelt sich in dieser Zeit der Farbstoff, der sich aber nicht zum Färben eignet, da er sich nicht mit dem Stoff verbindet. Dies kann der Farbstoff erst in reduzierter Form. Erst in dieser Küpe werden die Fasern dauerhaft gefärbt. Direkt nach dem Färben kommt der Stoff grün aus der Küpe und erhält im Anschluss die jeweilige Färbung, die nicht nur purpur, sondern auch scharlachrot, also ein Rot mit einem Stich ins Orangene, ausfallen konnte. Auch das später im Jahr zu beobachtende tiefere Rot der Hagebutte ist also in weiterem Sinne ein Purpurrot, ein im Winterschwarz des Waldes besonders wertvoller Rotton.

Eine andere, oft gegebene Antwort für das Rätsel ist der Fliegenpilz. Dieser steht zwar tatsächlich oft auch einzeln, ist rot und steht bestimmt still und stumm auf einem Bein im Wald, trägt aber eben kein schwarzes Käppchen.

Hier gehts weiter!

Ein Fingerspiel steht heute auf dem Programm:

Klein Häschen wollt spazieren gehn

Klein Häschen wollt spazieren gehn,
spazieren ganz allein,
da hat`s das Bächlein nicht gesehn
und plumps fiel es hinein.
   Daumen und Zeigefinger als
Ohren nach oben,
restliche Finger bilden Schnäuzchen
   
Das Bächlein floss dem Tale zu,
dort wo die Mühle steht
und wo sich ohne Rast und Ruh
das große Mühlrad dreht.
   Flussbewegungen mit der Hand
   
Ganz langsam drehte sich das Rad
drauf saß der kleine Has
und als er endlich oben war,
sprang er hinab ins Gras.
   Mit beiden Händen
Mühlrad nachahmen
   
Klein Häschen lief nach Haus geschwind
vorbei war die Gefahr,
die Mutter klopft das Fellchen aus,
bis dass es trocken war.
   Daumen und Zeigefinger als
Ohren nach oben,
restliche Finger
bilden Schnäuzchen
Zeigefinger klopft auf Häschen
   
Der Vater macht ein bös Gesicht
und sagt zum kleinen Has:
Du dummer kleiner Bösewicht,
spring mir nie mehr ins Gras.
   Drohender Zeigefinger,
böser Gesichtsausdruck


Freitag, 20. März 2020



Getrocknet ist es ja inzwischen, unser Häschen. Zeit für unser nächstes Lied, das die Spielstundenkinder kennen:
Hier kommt unser schönes, lustiges Spiellied von unserem Tausendfüßler.
Ihr könnt Euren Eltern ja mal zeigen, wie wir das Lied spielen und was da passiert - vielleicht können Eure Eltern mitmachen:

Tiggeditag, der Tausendfüßer
wickelt, wackelt gradeaus-
bei jedem Schritt
wackeln tausend Füße mit
und so kommt er bald zum Tausendfüßler-Haus.
Tiggeditagi tiggi taggi dum dum dum,
tiggeditagi tiggi taggi dum dum dum,
tiggeditagi tiggi taggi dum dum dum,
und jetzt klopft er an.



Aua, hier ist die Tür verschlossen
und kein Platz zum Stehn und Drehn.
Welch ein Entschluss:
Unser Tausendfüßler muss
nun mit allen tausend Füßen rückwärts gehn.
Tiggeditagi tiggi taggi dum dum dum,
tiggeditagi tiggi taggi dum dum dum,
tiggeditagi tiggi taggi dum dum dum.
...und jetzt fällt er um.

aus: Freiburger Kinderchorbuch: Singt für Gott und für die Welt. Geistliche und weltliche Lieder für Kinder, Carus-Verlag


Samstag, 21. März 2020

Mein kleines braunes Pony

Wollen wir einen Ausritt wagen? Mein kleines braunes Pony, das wartet schon im Stall.
Singt mit und macht mit, denn es scharrt schon mit den Hufen:

      Mein kleines braunes Pony,
das wartet schon im Stall.
Es spitzt die kleinen Ohren,
wenn ich die Peitsche knall.
||: Hoppe, hoppe, hopp, hopp, hopp,
mein Pony lauf Galopp, lopp, lopp.
Will mir die Welt besehn,
mein Pony, bleib nicht stehn! :||

Ich steige auf den Sattel,
die Zügel halt ich fest.
Wohin soll ich jetzt reiten,
nach Süden oder West?
||: Hoppe, hoppe, hopp, hopp, hopp,
mein Pony lauf Galopp, lopp, lopp.
Will mir die Welt besehn,
mein Pony, bleib nicht stehn! :||

Ich reite durch die Wiese,
mein Pony hält nicht an.
Und alle soll´n es sehen,
wie gut ich reiten kann.
||: Hoppe, hoppe, hopp, hopp, hopp,
mein Pony lauf Galopp, lopp, lopp.
Will mir die Welt besehn,
mein Pony, bleib nicht stehn! :||
aus: Freiburger Kinderchorbuch. Singt für Gott und die Welt, Carus Verlag

Bastelvorlage »Blumenwürfel«

Malen oder Ausmalen, Ausschneiden und zusammenkleben, das ist die heutige Aufgabe im Kids Eck.
Mit einem Klick auf das Bild wird ein PDF heruntergeladen. Sie können sich daraus die erste Seite - mit Blumen zum Ausmalen - ausdrucken, oder aber nur das Muster für den Würfel. Am Besten funktioniert das auf etwas festerem Papier. Auf der dritten Seite unserer Vorlage sind Fotos der Blumen zu sehen. Aber natürlich gibt es viele der Blumen auch in anderen Farben: Tulpen sind und müssen nicht rosa sein, Nelken können mehrfarbig vorkommen, und den roten Mohn gibt es auch in verschiedenen Blautönen...
Und den Kindern fällt bestimmt auch etwas anderes ein, was sie auf die Seiten des Würfels malen (oder kleben?) wollen!
      


Sonntag, 22. März 2020

Gebet »Die Schnecke«



   Die Schnecke hat ihr Haus,


   das Fellchen hat die Maus,


   der Sperling seine Federn klein,


   der Falter bunte Flügelein,


   der Pilz hat seinen Hut,


   die Rose Duft und Glut,


   die Tanne hat ihr grünes Kleid,
auch wenns im Winter stürmt und schneit,
die Sonne hat ihr Licht,
der Mond hat sein Gesicht,
der Regenbogen staunt und schau:
hat Farben rot, gelb, grün und blau.

Jetzt frage ich :“Was hast denn du ?“
Ich habe Kleider und auch Schuh,
und Vater und Mutter und Freunde und das Leben
das alles hat der liebe Gott mir gegeben.

Amen

Nicht für alles, was im Gebet genannt wurde, haben wir ein Bild gefunden. Vielleicht möchtest du so ein Bild malen?

Rätsel

Ich habe drei verschiedene Augen,
und trotzdem kann ich nichts sehen.
Und zu Autos und Spaziergängern
sage ich wann zu halten oder wann zu gehen.

Ich habe viele Blätter
und ich bin doch kein Baum.
Wenn du mich aufmachst,
gibt es Wörter und Bilder zu schaun.

Meine Schale, die ist rund,
mal blau, mal rot, mal bunt.
Schlägst du auf die Schale drauf,
isst du mich mit Freude auf.
Erst das Gelbe, dann das Weiße.
Rate, rate, wie ich heiße.


Zweite Woche vom 23. bis 29. März 2020
Montag, 23. März 2020

Fußball

«Oma», schreit der Frieder und zupft an Omas Rock. «Oma, ich möcht so gerne Fußball spielen. Spiel mit mir!»
«Ja, lässt du mich gleich los, Bub!» zetert die Oma. «Eine alte Frau ist doch kein D-Zug. Und ein Fußballspieler schon gar nicht, dass du´s nur weißt. Ich muss jetzt bügeln!»
Und damit verschwindet sie in der Küche.
Frieder mault hinterher: «Nie und nie spielst du mit mir, dumme Oma!»
Aber er mault nur leise, damit die Oma es nicht hört, und dann zieht er ab ins Kinderzimmer. Wenn die Oma nicht will, dann will sie nicht, das weiß er schon längst.
Im Kinderzimmer greift der Frieder missmutig nach dem Fußball. Schön ist der, groß und schwer und schwarzweiß, wie in echt.
Missmutig lässt er ihn über den Boden kullern. Kickt ein bisschen dagegen. Hebt ihn auf. Lässt ihn wieder fallen. Blöd. Niemand spielt mit ihm, und Fusball schon gar nicht. Wo er doch grad so Lust drauf hat.
Zornig haut er auf den Ball, dass der hochspringt und geradewegs ins Bett hineinhüpft.
Frieder schnappt ihn sich wieder, legt ihn sich vor den Fuß, den rechten, kickt, und im Bogen saust der Ball gegen die Schranktür. Boing! Das knallt!
Frieder grinst. Spielt er eben alleine Fußball. Wenn die Oma ja nicht will. Es geht gut ohne die Oma, prima sogar. Er schnappt sich wieder den Ball und kickt gleich noch mal. Wieder gegen die Schranktür. Das knallt diesmal noch ärger.
«Ja, bist du denn verrückt!» schreit die Oma aus der Küche. «Schluss jetzt! Da kann ja kein Mensch in Ruhe bügeln!»
<Selber schuld>, denkt der Frieder, aber er sagt nichts, sondern kickt verbissen weiter. Diesmal ins Spielzeugregal. Volltreffer. Eine Schachtel mit Legosteinen prasselt zu Boden. Das lärmt. Herrlich!
«Was machst du denn da?» schreit die Oma wieder aus der Küche. «Das Haus stürzt ja ein!»
«Ich spiel bloß ein bisschen», ruft der Frieder zurück und hat schon wieder den Fußball vorm Fuß liegen. «Es ist nix passiert!»
«Ich bin zwar eine alte Frau, aber taub bin ich nicht», zetert die Oma. «Spiel leiser, haben wir uns verstanden?»
<Grad nicht>, denkt der Frieder und holt aus und schießt einen gewaltigen Schuss. Mitten in die Bauklötze hinein. Der Pappkarton kippt um, und die Bauklötze poltern heraus.
«Tor!» brüllt der Frieder. «Eins zu null für mich!» Und er packt den Ball und legt ihn wieder vor seinen Fuß und holt weit aus und zielt und, boing, landet der Ball an der Fensterscheibe.
Es klirrt und Frieder steht verdutzt und der Ball ist draußen und die Fensterscheibe ist kaputt.
Auweia. Das hat er nicht gewollt!
«So, jetzt reicht´s» Die Oma reißt die Tür zum Kinderzimmer auf und bleibt erstarrt auf der Schwelle stehen.
«Nein!» ächzt sie.
«Doch!» flüstert der Frieder.
Und beide beschauen mit großen Augen das gezackte Loch in der Fensterscheibe.
Und dann heult der Frieder los, und die Tränen hüpfen nur so über seine Backen: «Oma, das hab ich nicht gewollt, Oma!» Er dreht sich zur Oma und drückt seinen Kopf an ihre Schürze.
«Oma», schluchzt er, «es tut mir ja so leid.»
«Mir auch», sagt die Oma und betrachtet kopfschüttelnd den Schaden. «Was geschen ist, ist geschehen», sagt sie, «da beißt die Maus keinen Faden ab!»
Frieder schluchzt jammervoll auf. «Oma, was machen wir denn jetzt? Die Scheibe soll wieder heil sein!»
Und da zetert die Oma los: «Ja was meinst denn du? Von selber wächst die nicht mehr zusammen, die Fensterscheibe. Da muss der Glaser her. Was für ein Umstand, was für ein grausliger. Und bloß weil du im Zimmer fußballerst. Wer macht denn auch so was, das möcht ich grad mal wissen!»
Der Frieder sagt nichts, der Frieder steht und heult und klammert sich an der Oma fest.
Da packt sie ihn um die Schulter und schiebt ihn zur Tür und sagt: «So, und jetzt gehn wir erst mal den Ball holen!»
Und sie schiebt den heulenden Frieder die Treppe runter.
Der Ball liegt im Vorgarten. Still, schwarzweiß und friedlich. Und Scherben liegen auch da. Nicht viel, aber immerhin. «Dass du die mir nicht anlangst», sagt die Oma und bückt sich und sammelt vorsichtig Scherben zusammen und legt sie auf ein Häufchen. «Fehlt grad noch, dass du dich schneidest!»
Frieder steht und schluchzt und langt nichts an.
Die Oma hebt den Ball auf, guckt auf den Ball, guckt hoch zur zerbrochenen Fensterscheibe und murmelt: «Und gerade das Fenster hab ich morgen putzen wollen!»
«Das brauchst du jetzt nicht mehr, Oma», flüstert der Frieder und schnieft und wischt an den Tränen herum.
«Lausebengel», sagt die Oma und hat noch immer den Ball in der Hand. Nachdenklich schaut sie drauf, und dann sagt sie ganz langsam: «Na ja, wenn wir schon gerade unten sind...»
Und sie legt den Ball vor sich hin, holt kräftig aus und kickt, und der Ball fliegt dem Frieder an den Kopf.
«Au!» sagt der und greift an den Kopf und greift nach dem Ball. «Aber Oma!»
«Schieß zurück!» schreit die Oma. «Und zwei Wochen gibt´s kein Eis. Strafe muss sein!»
Frieder schnieft und Frieder nickt und Frieder wischt sich die Tränen weg, dann grinst er und schießt den Ball zurück. Die Oma fängt ihn geschickt auf und kickt zurück, und Frieder schmeißt sich dem Ball entgegen und hält ihn.
«Das wär ein Tor gewesen», japst die Oma, «Platz da, jetzt klappt´s!» Und wieder holt sie mächtig aus und kickt, und diesmal saust der Ball ins Tulpenbeet. In das, was friedlich, rot und gerade im Vorgarten gepflanzt ist. «Aber Oma!» schreit der Frieder und muss noch mehr grinsen, aber dann springt er rasch zum Tulpenbeet und holt den Ball. Drei Tulpen sind umgeknickt. Abgebrochen sind sie zum Glück nicht. «Aber Oma!» sagt der Frieder noch mal.
«Wenn man hier auch nicht ordentlich spielen kann», beschwert sich die Oma. «Nirgends ist Platz!» Der Frieder nickt und schaut hoch zum zerbrochenen Fenster.
Da nimmt ihn die Oma an die Hand und sagt: «Jetzt gehn wir in den Park, ja? Zum Fußballern!»
Und Ball, Frieder und Oma ziehen in den Park. Und dort spielen sie, bis sie müde werden. Oma und Frieder. Der Ball nicht.
Und die meisten Tore, die hat die Oma geschossen.

Aus: Oma! schreit der Frieder; von Gudrun Mebs


Dienstag, 24. März 2020

Liebe Kinder, manche Dinge können uns richtig Angst machen. Wie zum Beispiel dieses komische Virus, von dem dauernd alle reden.
Aber manchmal ist es alles gar nicht so schlimm wie es zuerst aussieht. Und dazu will ich Euch heute eine Geschichte erzählen. Sie handelt von einem mutigen Mann und von einer Grube angefüllt mit Löwen.

Daniel in der Löwengrube

Vor langer Zeit lebte ein König, der hatte viele Löwen Wer nicht tat, was der König befahl, der wurde in die Löwengrube geworfen. Da war ein netter Mann mit Namen Daniel. Daniel glaubte an Gott, er betete jeden Tag zu ihm. Abends betete er: „Müde bin ich, geh zur Ruh, mache meine Augen zu. Vater, lass die Augen dein über meinem Bette sein. Amen.“ Der König befahl: Niemand darf mehr beten. Aber Daniel betete trotzdem. Morgens betete er: „Fröhlich bin ich aufgewacht, das hast du, lieber Gott, gemacht. Du schicktest einen Engel, der wachte treu bei mir. Du, lieber Gott im Himmel, ich danke dir dafür. Amen.“ Der König wurde zornig. Er ließ Daniel von seinen Soldaten in die Löwengrube werfen. Stellt euch das mal vor! Hört zu, was weiter passiert: Daniel hatte große Angst vor den Löwen. Er betete zu Gott: „Lieber Gott, ich habe Angst. Bitte beschütze mich vor den wilden Tieren.“ Als die Soldaten am nächsten Tag in die Grube schauten, war Daniel nichts passiert. Da holten die Soldaten ihn heraus. Der König und alle Menschen waren so erstaunt, dass der König einen neuen Befehl erließ: Alle sollen wie Daniel zu Gott beten! Und Daniel war gerettet.

Und nun könnt Ihr selbst ein Spiel spielen. Es heißt: Wir gehen jetzt auf Löwenjagd.
Eure Eltern können die Gesten zum Mitmachen vormachen:

Ein Vorsprecher, alle sprechen nach: (Mit Gesten)
"Heut geh´n wir auf Löwenjagd" (auf Oberschenkel klopfen)
"Und wir haben gar keine Angst" (Aufrecht setzen, Kopf schütteln)
"Denn wir hamm´ ein Messer" (Handfläche-Messer-Imitation)
"Und auch ein Gewehr" (Gewehr an Brust drücken)
"Huch, was ist denn das?" (Ausschau halten) "Tiefes Gras!"*
"Da können wir nicht oben drüber"(mit beiden Händen "oben drüber")
"Da können wir nicht unten durch" (mit beiden Händen "unten durch")
"Und erst recht nicht außen ´rum." (mit beiden Händen Kreis formen)
"Da müssen wir mitten durch!" (mit Zeigefinger "mitten durch")
Mit den Händen "tiefes Gras" bei Seite schieben und "Machete-schneidet-Gras-Geräusch" machen.

Dann schließen sich weitere Runden an; nach dem tiefen Gras kommt der Matsch, und dann der See, und danach...

*Matsch: Matschgeräusch mit Händen an der Backe
*Ein See: Schwimmbewegung
*Ein Buschfeuer: über Kohlen gehen
*Ein Riesen-Wackelpudding: Durchmampfen
*Eine Höhle: Mit Hand vor Mund vorbei und pusten
Zum Schluss: "So weich!" - "Eine große Mähne! - "Der LÖWE!"

"Schnell zurück durch die Höhle, den Wackelpudding, das Buschfeuer, den See, den Matsch, das tiefe Gras. Da, das Auto: Tür auf, Einsteigen, Tür zu. Juchhu! - geschafft!" (jeweils mit Bewegung und alle zusammen)

Lied: »Halte zu mir, guter Gott«

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag, heut den ganzen Tag.
Halt´die Hände über mich, was auch kommen mag.
Halte zu mir , guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt´die Hände über mich, was auch kommen mag.
(Hände über den Kopf in einem Kreis halten)

Du bist jederzeit bei mir, (Arme über der Brust kreuzen)
wo ich geh und steh´,
spür ich, wenn ich leise bin,
(Zeigefinger auf den Mund legen)
dich in meiner Näh´.
Halte zu mir, guter Gott, heut´ den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

Gibt es Ärger oder Streit und noch mehr Verdruss,
(Faust schütteln)
weiß ich doch: du bist nicht weit,
wenn ich weinen muss
(Augen reiben).
Halte zu mir, guter Gott, heut´den ganzen Tag.
Halt´ die Hände über mich, was auch kommen mag.

Meine Freude, meinen Dank, alles sag ich dir.
( Handflächen aufeinander legen.)
Du hältst zu mir, guter Gott,
spür ich tief in mir.
(Handflächen auf das Herz leben.)
Halte zu mir, guter Gott, heut´ den ganzen Tag.
Halt´die Hände über mich, was auch kommen mag.


Mittwoch, 25. März 2020

Heute hören wir etwas in einem bekannten Lied von einem ganz besonderen Zwerg, der im Lande Zimbi wohnt. Er ist ein Zauberzwerg. Er heißt:

Ipp-zippe-lipp-zippe-lonicus

Und dazu könnt ihr mit beiden Händen auf Eure Schenkel klopfen im Rhytmus: Ipp-zippe-lipp-zippe-lonicus. Und nun zu dem Lied: Wenn der Name des bzw. der Zwerge im Refrain kommt, klatschen wir auf die Schenkel. Man kann das Lied auch einfach sprechen. Und wenn ihr den Namen des Zauberzwerges schon etwas schneller aussprechen könnt, dann könnt ihr das Tempo natürlich steigern und auch schneller klatschen: Ipp-zippe-lipp-zippe-lonicus ... Und nun das schöne Mitmachlied von Günther Kretschmer:

Im Lande Zimbi hinterm Berg,
da wohnt ein kleiner Zauberzwerg.
Er zaubert alles, was du kennst,
wenn du nur seinen Namen kennst.
Er heißt: Ipp-zippe-lipp-zippe-lonicus,
Ipp-zippe-lipp-zippe-lonicus,
Ipp-zippe-lipp-zippe-lonicus. :||

Und eines Tags auf grüner Au,
da sah ich eine kleine Frau,
die lief nach Zimbi hinter´m Berg,
und wurd´ die Frau vom Zauberzwerg.
Sie heißt: Ipp-zippe-lipp-zippe-lonica,
Ipp-zippe-lipp-zippe-lonica,
Ipp-zippe-lipp-zippe-lonica. :||

Und wenn du mal in Zimbi bist
und viele kleine Zwerge siehst,
die sind im ganzen weiten Land,
den Leuten allen wohl bekannt.
Das sind: Ipp-zippe-lipp-zippe-lonici,
Ipp-zippe-lipp-zippe-lonici,
Ipp-zippe-lipp-zippe-lonici. :||

Bastelvorschlag: Zwerg

Und was würde sich nach dem Lied besser zum Basteln eignen als ein Zwerg?
Zwei Zwerge vielleicht. Wie ihr das machen wollt, hängt ganz davon ab, was ihr im Haus oder Garten habt. Wer beispielsweise ein paar Kiefernzapfen besorgen kann, kann diesen mit etwas Watte einen langen Rauschebart verpassen und eine Zipfelmütze aus Filz aufsetzen. Wie das geht? Man schneidet einen Kreis aus (ein umgestülpter Becher dient als Schablone) und schneidet vom Rand bis in die Mitte ein Viertel wie ein Kuchenstück aus dem Kreis aus und klebt die beiden Ränder überlappend zusammen.
Man kann eine Holz- oder Styroporkugel als Kopf verwenden und ein Gesicht aufmalen. Oder man klebt ein Stück festeres Papier als Gesicht auf und umrahmt dies mit etwas Bart-Watte.
Oder man nimmt die Pappe einer leeren Klopapierrolle als Körper und beklebt diese mit buntem Papier. Natürlich darf auch da eine Mütze nicht fehlen. Und vielleicht ein Gürtel? An den Seiten zwei Hände aus Filz oder Papier, und dazu ein paar bunte Schuhe. Mit Schaschlickspießen oder Zahnstochern lassen sich auch längere Arme und Beine basteln - der Zwerg muss ja nicht gerade darauf stehen, sondern kann gemütlich sitzen.
Wer möchte, kann aber auch aus bunter Pappe (ein Blick ins Altpapier fördert da manchmal kleine Schätze zutage) einen Zwerg ausschneiden und auf ein Blatt Papier kleben.
Oder ihr könnt gleich ein paar Zwerge auf Papier malen und dann mit etwas buntem Papier verschönern, das ihr aufklebt. Oder einen Watte-Zwergenbart. Es gibt Zwerge, die haben nur einen ganz kleinen Bart - da reicht schon die Watte von einem Wattestäbchen.


Donnerstag, 26. März 2020

Das Lied vom Käfer Paul

Käfer Paul ist hier im Land
jedem Krabbeltier bekannt.
Käfer Paul der steht nie still,
er macht immer was er will.


(Mit der Hand auf dem Arm herumkrabbeln)
Kribbel, krabbel, hin und her,
krabbeln ist für ihn nicht schwer.
Krabbeln, das macht riesen Spaß,
Käfer Paul, der kann etwas.


(Handinnenfläche nach oben halten)
Käfer Paul sitzt auf dem Blatt,
frisst sich dort gemütlich satt,
Käfer Paul, der fliegt dann fort,

(Mit dem Zeigefinger fortfliegenden Paul andeuten)
sucht sich einen neuen Ort.

(Mit der Hand auf dem Arm herumkrabbeln),
Kribbel, krabbel, hin und her,
krabbeln ist für ihn nicht schwer.
Krabbeln, das macht riesen Spaß,
Käfer Paul, der kann etwas.

Ein Maldiktat

Wir wollen einen Marienkäfer malen.
Dazu legt ihr ein Blatt Papier so vor euch hin, dass die langen Seiten oben und unten liegen.

Male in die Mitte ein Ei, lasse aber am oberen Rand noch etwas Platz. Dann hast du den Käferkörper.

Dann malst du einen kleineren Kreis als Kopf oben an das Ei.

Als nächstes braucht der Käfer Beine. Male drei Striche an die eine Seite des Käferkörpers und drei Striche an die andere Seite des Körpers.

Jetzt muss der Käfer noch Augen bekommen, und der Kopf muss grau, der Körper muss rot angemalt werden.

Zum Schluss malt ihr noch dicke schwarze Punkte auf den Körper.

Fertig ist der Marienkäfer!


Freitag, 27. März 2020

Hallo liebe Kinder,
viele Grüße und ein kleines Ratespiel sendet euch Frau Puder.

Wir haben in der Spielstunde oft Reimspiele gemacht, und meist hat euch das viel Spaß bereitet. Deshalb gibt es heute ein kleines Reimspiel, was euch natürlich jemand vorlesen muss.

Kannst du die Reimwörter finden?

Eine Katze hat ´ne ...Tatze
Eine Kuh hat keinen ...Schuh
Ein Reh, das stand im ...Schnee
Ein Pferd kocht nicht am ...Herd
Ein Geier fliegt zu einer ...Feier
Ein Lamm holt einen ...Kamm
Ein Hund ist niemals ...bunt
Eine Maus, die rennt ums ...Haus
Die Meise singt ganz ...leise
Ein Wurm kriecht auf den ...Turm
Ein Krokodil schwimmt durch den ...Nil
Die Schnecke kriecht um die ...Ecke

Das Fingerspiel »Fünf Bienen«

Fünf Bienen sitzen im Bienenhaus,
fünf Bienen fliegen weit hinaus.

Die Erste ruft mit frohem Mut:
„Die Kirschblüten, die duften so gut.“

Die Zweite kriecht im Sonnenschein
ganz tief in die Glockenblume hinein.

Die Dritte sitzt auf dem Rosenblatt
und trinkt sich am süßen Nektar satt.

Die Vierte sagt: „Ich bleib beim Mohn,
den süßen Saft, den kenn ich schon!“

Die Fünfte ruft: „Oh, seht euch vor,
kriecht schnell aus euren Blüten hervor.

Der Regen kommt, o Schreck, o Graus,
versteckt euch schnell im Bienenhaus!“


Samstag, 28. März 2020

Fingerspiel »Familie Maus«

Das ist Papa Maus
sieht wie alle Mäuse aus
zwei große Ohren
spitzes Näschen
weiches Fellchen
Schwanz soo lang.

      Daumen hochstrecken

mit den Händen runde Ohren am Kopf andeuten
mit den Händen spitze Nase im Gesicht formen
mit Hand über den Arm streicheln
zwei Finger in der Luft weit auseinander ziehen

Das ist Mama Maus
sieht wie alle Mäuse aus
zwei große Ohren
spitzes Näschen
weiches Fellchen
Schwanz soo lang.

      Zeigefinger hochstrecken

mit den Händen runde Ohren am Kopf andeuten
mit den Händen spitze Nase im Gesicht formen
mit Hand über den Arm streicheln
zwei Finger in der Luft weit auseinander ziehen

Das ist Bruder Maus
sieht wie alle Mäuse aus
zwei große Ohren
spitzes Näschen
weiches Fellchen
Schwanz soo lang.

      Mittelfinger hochstrecken

mit den Händen runde Ohren am Kopf andeuten
mit den Händen spitze Nase im Gesicht formen
mit Hand über den Arm streicheln
zwei Finger in der Luft weit auseinander ziehen

Das ist Schwester Maus
sieht wie alle Mäuse aus
zwei große Ohren
spitzes Näschen
weiches Fellchen
Schwanz soo lang.

      Ringfinger hochstrecken

mit den Händen runde Ohren am Kopf andeuten
mit den Händen spitze Nase im Gesicht formen
mit Hand über den Arm streicheln
zwei Finger in der Luft weit auseinander ziehen

Das ist Baby Maus
sieht nicht wie alle Mäuse aus
kleine Öhrchen
rundes Näschen
gar kein Fell
Schwanz soo kurz.

      Kleinen Finger hochstrecken

mit den Händen ganz kleine Ohren andeuten
mit dem Finger runde Nase im Gesicht zeigen
mit dem Finger auf Arm deuten, Kopf schütteln
zwei Finger nur ein ganz kleines Stück ziehen

Bastelanleitung und Spiel »Maus ins Haus«

Nimm einen Papierstreifen, der etwa 20 cm lang und 3 cm breit ist.
Z.B. von einem Blatt Papier einfach an der kurzen Seite einen Streifen abschneiden.
Dann klebst du nur die Enden aufeinander.
Warte bis es trocken ist. Dann malst du ein Mausegesicht auf die zusammengeklebten Enden.

Am Schluss klebst du noch einen Wollfaden als Schwanz an.

Wenn ihr mehrere Mäuse bastelt, könnt ihr ein Wettrennen der Mäuse machen. Ihr baut auf einem glatten Tisch ein „Haus“ aus Bausteinen auf. Dann stellt ihr die Mäuse gegenüber von dem Haus auf und pustet die Mäuse ins Haus. Welche Maus ist am schnellsten im Haus?

... und für Arved

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien
Denn du strahlst ja selber wie der Sonnenschein
Heut´ ist dein Geburtstag, darum feiern wir
Alle deine Freunde freuen sich mit dir
Alle deine Freunde freuen sich mit dir

Wie schön, dass du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön, dass wir beisammen sind
Wir gratulieren dir, Geburtstagskind
Wie schön, dass du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön, dass wir beisammen sind
Wir gratulieren dir, Geburtstagskind

Unsere guten Wünsche haben ihren Grund
Bitte bleib´ noch lange glücklich und gesund
Dich so froh zu sehen, ist, was uns gefällt
Tränen gibt es schon genug auf dieser Welt
Tränen gibt es schon genug auf dieser Welt

Wie schön, dass du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön, dass wir beisammen sind
Wir gratulieren dir, Geburtstagskind
Wie schön, dass du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön, dass wir beisammen sind
Wir gratulieren dir, Geburtstagskind

Montag, Dienstag, Mittwoch, das ist ganz egal
Dein Geburtstag kommt im Jahr doch nur einmal
Darum lasst uns feiern, dass die Schwarte kracht
Heute wird getanzt, gesungen und gelacht
Heute wird getanzt, gesungen und gelacht
Wie schön, dass du geboren bist
Wir hätten dich sonst sehr vermisst
Wie schön, dass wir beisammen sind
Wir gratulieren dir, Geburtstagskind
Wir gratulieren dir, Geburtstagskind


(„Wie schön, dass du geboren bist“ von Rolf Zuckowski)

Und als kleines Geburtstagsgeschenk gibt es heute schon für Arved ein Spiel, das dann erst ab morgen alle spielen dürfen!
Dazu braucht das Geburtstagskind nur auf seinen Geburtstagskuchen klicken:


Sonntag, 29. März 2020

Liebe Kinder,
es ist schon eine komische Zeit - alles so ungewohnt still, kaum ein Auto fährt auf der Straße. Die Großen machen sich so ihre Gedanken und Sorgen. Das merkt ihr auch. Und es scheint so wunderbar die Sonne! Nach draußen in den Garten könnt ihr gehen - na klar! Die Natur ist wunderbar - besonders wenn die Sonne scheint!

Die Natur - dazu heute eine kleine Geschichte von Hans Christian Andersen. Sie heißt:

»Die Teekanne«

„Ich war die Königin auf dem Tisch - mit Deckel, Henkel und dieser herrlich geschwungenen Tülle. Niemand konnte mit mir mithalten, nicht die Tassen noch die Zuckerdose noch das Sahnekännchen. Und das habe ich sie auch spüren lassen!“

„Doch dann passierte es: Eines Tages ließ man mich versehentlich fallen.
Seitdem sehe ich so aus wie jetzt: angestoßen und verbeult. Das Gelächter der Tassen und Teller klingt noch heute in meinen Ohren!
Ich wurde weggegeben, landete in einem ärmlichen Haushalt. Mit Erde wurde ich gefüllt - Erde, wo einmal die edelsten Teesorten ihr Aroma entfaltet hatten!

Doch dann drückte man eine Blumenzwiebel in die Erde hinein. Sie wurde mein neues Herz, ein lebendiges Herz, jawohl! Als aus der Zwiebel eine wundervolle Blüte hervorbrach, kamen wir aufs Fensterbrett. Alle, die vorübergingen, schauten auf diese Blüte. Nicht auf mich - aber ich wusste ja, wie wichtig ich war: Ich hielt die Feuchtigkeit und gab den Wurzeln der Pflanze Halt.
Ich muss euch sagen: Als ich für diese eine Blume da war, mich ganz für diese Blume vergaß - erst da merkte ich, was Zufriedenheit im Leben bedeuten kann.“


Sucht doch auch nach einem alten Gefäß: einer Teekanne, einem alten Blechtopf, einer Schale und füllt etwas Blumenerde ein. Und dann legt eine Blumenzwiebel in die Erde und gießt ein klein wenig Wasser darauf - aber nicht zu viel. Nur so viel, dass die Erde immer etwas feucht bleibt. Und dann könnt ihr warten, bis die Blume zum Vorschein kommt!

Gebet:
Gott, du hast alles so wunderbar gemacht:
Die Sonne und den Mond,
die Sterne und das Blau des Himmels.
Die Luft und den Wind auf meiner Haut.
Die Blumen und Gräser, die Büsche und Wälder.
Deine Welt ist so schön.
Danke, guter Gott.

Memory

Und wie gestern versprochen, kommt heute das Spiel für alle:



Um zum Spiel zu kommen, einfach auf das Bild klicken!
Wenn ihr alle Paare gefunden habt, könnt ihr gleich noch einmal von vorne beginnen.
Vielleicht möchtet ihr auch eine viel schwerere Runde ausprobieren? Am unteren Ende der Seite können andere Einstellungen ausprobiert werden.
Und wer waghalsig ist, muss vielleicht sogar das Bild verkleinern, damit noch alle Karten auf die Seite passen.
Viel Vergnügen!


Dritte Woche vom 30. März bis 5. April 2020
Montag, 30. März 2020

Hallo Ihr Lieben,
jetzt ist er endlich da, der Frühling. In den letzten Tagen konnten wir wieder ganz viel die Sonne genießen und viel Zeit in der Natur verbringen.
Hier eine kleine Frühlingsgeschichte für euch.

Der Frühling ist da

Es ist Frühling geworden. Der Schnee ist geschmolzen und die Sonne scheint wieder wärmer. Auf den Wiesen blühen die ersten Blumen: Schneeglöckchen, Krokusse, Gänseblümchen und Osterglocken.
Endlich, ja, endlich ist der Frühling da!
Die Vögel kommen von ihrer langen Winterreise zurück und singen die schönsten Lieder. Sie bauen sich ein neues Nest. Fröhlich fliegen sie über die blühenden Wiesen. Jetzt finden sie wieder genügend Futter, Insekten, Würmer und Kräuter.
Wie schön, der Frühling ist da!
Auf der Wiese tummeln sich kleine Käfer. Sie haben den ganzen Winter über geschlafen, jetzt sind sie wieder da. Vergnügt krabbeln sie an den Gräsern und Blumen hoch, kribbel, krabbel, kribbel, krabbel. Sie freuen sich: Hurra, hurra, der Frühling ist da!
Schmetterlinge werden von dem Duft der süßen Blumen angelockt. Vergnügt flattern sie über die Wiese. Sie freuen sich: Hurra, hurra, der Frühling ist da! Die Hasen kommen aus ihrem Versteck. Sie haben fast den ganzen Winter über in ihrem Bau verbracht. Vergnügt hüpfen sie über die grüne Wiese und freuen sich: Endlich, ja, endlich ist der Frühling da!

Ein kleines Fingerspiel

Deine Hand führt als Käfer die Bewegungen dem Text entsprechend aus.

Hörst du den Käfer brumm, brumm, brumm.
Er fliegt um deinen Kopf herum.
Nun krabbelt er auf deinen Bauch,
denn krabbeln kann der Käfer auch.
Auf deinem Arm krabbelt er munter,
mal rauf und auch mal runter.
Nun kitzelt er an deiner Nas´
Und fliegt dann weiter übers Gras.


Wenn Du möchtest, kannst Du ein Bild mit Marienkäfern gestalten.
Dafür benötigst Du folgendes Material:

- Ein weißes Blatt Papier
- rote Fingerfarbe
- einen schwarzen Filzstift



Mit roter Fingerfarbe tupfst Du rote Punkte mit deiner Zeigefingerspitze auf das Blatt Papier.
Anschließend lässt Du die Fingerfarbe gut trocknen.
Wenn alles getrocknet Ist kannst Du den Kopf, die Fühler, die Beine und die Punkte vom Marienkäfer mit dem schwarzen Filzstift malen.
Viel Spaß dabei!


Dienstag, 31. März 2020

Heute braucht ihr für das Spiel-Sing-Lied ein paar Menschen, die mit machen aus Eurer Familie. Wir singen das Lied aus dem Freiburger Kinderchorbuch gerne in der Spielstunde:

Frühling ist`s

Dazu sitzen alle Mitspieler in einem Kreis und eine Person steht in der Mitte. Bei dem Refrain sucht sich die Person in der Mitte eine Person aus dem Außenkreis und fordert sie zum Tanz auf. Zum Tanz im Kreis klatschen alle im Außenkreis in die Hände.

1. Frühling ist´s, es scheint die Sonne auf der grünen Wiese.
(für die Sonne legen wir die Handflächen übereinander, heben die Arme über den Kopf und deuten mit den Fingern die Sonnenstrahlen an.)
Frühling ist´s, es scheint die Sonne auf der grünen Wiese.
Refrain: Komm und tanz mit mir auf der grünen Wiese.
Komm und tanz mit mir auf der grünen Wiese.


2. Frühling ist´s die Zicklein hüpfen auf der grünen Wiese.
(hier hüpfen alle, die im Innenkreis stehen, wie Zicklein umher)
Frühling ist´s, die Zicklein hüpfen auf der grünen Wiese.
Refrain: Komm und tanz mit mir...
(die im Innenkreis befindlichen Menschen dürfen wieder einen Tanzpartner auffordern)

3. Frühling ist´s die Vöglein zwitschern auf der grünen Wiese
(hier deuten wir den Gesang der Vögel pantomisch mit Daumen und Zeigefinger, die wir aufeinandertippen als Vogelschnabel an)
Frühling ist´s, die Vöglein zwitschern auf der grünen Wiese.
Refrain: Komm und tanz mit mir...

Hier lassen sich auch noch weitere Strophen dazu erfinden:
Frühling ist´s die Wolken wandern über der grünen Wiese
(Wir stellen mit beiden Händen einen Kreis dar, den wir wandern lassen) Frühling ist´s, wir gehen wandern auf der grünen Wiese...

Viel Spaß und noch viele Einfälle, was wir im Frühling so alles beobachten und machen können!



Wir falten eine Tulpe

Liebe Kinder, heute gibt es eine ganz leichte Anleitung für das Falten einer Tulpe.
Zuerst braucht man ein quadratisches Papier, mit etwa 10 cm Seitenlänge.
Das legt ihr mit der Spitze nach oben vor euch hin:

Die untere Ecke wird dann auf die obere Ecke gefaltet.

Ihr habt jetzt ein Dreieck vor euch:

Dann wird die linke Ecke nach oben neben die Spitze des Dreiecks gefaltet.

Das sieht dann etwa so aus:

Das macht ihr dann mit der rechten Spitze genauso; ihr faltet sie nach oben neben die obere Spitze.

Und fertig ist die Tulpenblüte!

Selbstverständlich kann man diese Blüte auch in Rot oder Orange falten. (Oder in Rosa, sogar in Schwarz oder Weiß.)
Wenn ihr kein farbiges Papier habt, müsst ihr ein weißes Papier vor dem Falten anmalen.

Für den Stiel der Blume kann man ganz einfach einen Papierstreifen (am Besten grünes Papier oder anmalen) abschneiden. Dann vielleicht noch ein grünes Blatt dazu kleben, und fertig ist die Tulpe!


Mittwoch, 1. April 2020

April, April