Evangelisches Kirchspiel Schenklengsfeld

Umgang mit dem Corona-Virus

Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte des Kirchspiels Schenklengsfeld,
die Kirchspiel-Kirchenvorstände haben beschlossen, alle kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdienste bis zum 30.4.2020 wegen der Gefahr der Ansteckung mit dem Corona-Virus abzusagen.
Als Kirche stellen wir uns auf die Seite der Risiko-Gruppen, der Älteren und gesundheitlich Vorbelasteten. Für sie kann die Ansteckung mit dem Corona-Virus tödlich enden. Es ist eine schwere Zeit. Es ist wichtig, dass sich alle an das Versammlungsverbot halten - auch im privaten Bereich. Das Virus ist tückisch, und eine Ansteckung kann bei Jüngeren mit so geringen Symptomen erfolgen, dass sie kaum oder gar nicht wahrgenommen wird. Für die Älteren und gesundheitlich Gefährdeten ist es dann jedoch lebensbedrohlich. Das wollen wir verhindern.

Die Kiliankirche in Hilmes, die Kirche in Ausbach und die Kirche in Ransbach sind während dieser Zeit geöffnet zum Beten. Wer das Gotteshaus betritt, möge dennoch den Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren und auf die Vermeidung jeglichen Körperkontakts achten.


Gottesdienste

Gottesdienste finden bis zum 30. April 2020 nicht statt.

Gottesdienst-to-go!

     Auch wenn Versammlungsverbot (und Vernunft) die Anwesenheit im Gottesdienst bis auf Weiteres nicht möglich machen, heißt das nicht, dass Gottesdienste grundsätzlich ausfallen müssen.
Neben Funk und Fernsehen gibt es jetzt sonntags einen gestreamten Gottesdienst (siehe auch unten).
Aber es geht auch ganz ohne die gar nicht mehr so »neuen Medien«:
Mit Gottesdienst-to-go.
Coffee-to-go kennt man ja; ein Pappbecher mit Deckel drauf, und der Start in den Tag mit frischem Kaffee ist gerettet. Warum also nicht auch Gottesdienst eintüten und zum Mitnehmen anbieten? Genau das bieten die Kirchengemeinden des Kirchspiels derzeit wöchentlich an.
In Ransbach und Ausbach werden die Briefumschläge in den Kirchen ausliegen; gehen Sie bitte nur einzeln in die Kirche und halten Sie Abstand. Die Briefumschläge in Wippershain, Hilmes und Schenklengsfeld werden zum Abpflücken vor den Eingängen aufgehängt.
Wer nicht aus dem Haus gehen kann oder will, oder wer den Gottesdienst to go selbst ausdrucken möchte - hier ist er:
22. März 29. März
   


Konfirmationen

Die Konfirmationen sind im gesamten Kirchspiel abgesagt. Im Brief an die Betroffenen heißt es:

Liebe Konfirmandinnen, liebe Konfirmanden, liebe Eltern!

Die Kirchenvorstände unseres Kirchspiels haben nach eingehender Beratung einstimmig beschlossen, dass bis zum 30.4.2020 alle kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdienste außer Beerdigungen in unseren Kirchengemeinden wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus und zum Schutz vor allem der Älteren in unseren Gemeinden abgesagt werden.
Es werden alle Konfirmationen im Kirchspiel im Frühjahr abgesagt - in Schenklengsfeld, Hilmes, Wippershain, Ausbach und Ransbach. Da die Konfirmationen in Schenklengsfeld und Hilmes wegen des frühen Termines ohnehin nicht stattfinden können und für die anderen Termine auch keine Sicherheit besteht, haben die Kirchenvorstände einstimmig die Verschiebung der Konfirmationen auf einen späteren Zeitpunkt beschlossen.
Damit verhalten wir uns auch solidarisch mit den anderen Kirchengemeinden im Kooperationsraum Werratal-Landecker, die ebenfalls alle Konfirmationen abgesagt haben. Wir sind der Meinung, dass die Konfirmation ein besonders wichtiges Fest im Leben unserer Konfirmanden und Ihrer Familie ist. Daher möchten wir keinem die Teilnahme an der Konfirmation verweigern müssen. Wir wünschen uns einen festlich-frohen Gottesdienst für die Konfirmanden und auch ein Familienfest, bei dem niemand Angst vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus haben muss. Darum ist eine Verschiebung zwingend notwendig.
Auch der Konfirmandenunterricht kann bis zum 30. April 2020 nicht stattfinden.
Es tut uns leid, angesichts der Umstände diese Entscheidung treffen zu müssen. Wir halten Sie über die weitere Entwicklung natürlich auf dem Laufenden.

Bleiben Sie behütet! Wir verbleiben mit herzlichen Grüßen 
Ihre Pfrin. Eckardt und Pfr. Arndt

Leider können zur Zeit auch keine Ersatztermine benannt werden. Wir müssen erst sehen, wie sich die Lage weiter entwickelt. Dann soll gemeinsam mit den Kirchengemeinden in der Nachbarschaft eine Terminverteilung besprochen werden.

Anmeldung der neuen Konfirmanden

Aufgrund der Lage bitten wir diejenigen, die am nächsten Konfi-Kurs teilnehmen möchten, sich bis zum 28. April 2020 per Email bei seinem Pfarramt anzumelden. Hier kann nachgesehen werden, an welches der drei Pfarrämter man sich wenden kann.


KiTa »Die Spielstunde« in Schenklengsfeld

Auch unsere Einrichtung ist - wie alle anderen – bis nach den Osterferien geschlossen.
Wir haben auf dieser Webseite eine Rubrik für die Kinder eingerichtet. Hier gibt es jeden Tag einen neuen Text, Spiel oder Lied zum Freuen! Damit die Zeit daheim nicht zu lang wird: schaut einfach vorbei im Kids Eck!


Geburtstagsbesuche

Wir Pfarrer haben beschlossen, bis auf Weiteres keine Geburtstagsbesuche mehr bei den älteren Gemeindemitgliedern zu machen. Denn wir empfinden uns selbst als Gesundheitsrisiko. Wir haben von Berufs wegen mit sehr vielen Menschen aus allen Orten und in allen Lebenssituationen Kontakt. Wir können nicht wissen, ob wir uns selbst schon angesteckt haben und bei leichten Erkältungssymptomen nicht schon längst infiziert sind. Daher erscheint es uns zum Schutz der gefährdeten Gruppe der Senioren besser, auf Geburtstagsbesuche in nächster Zeit zu verzichten. Stattdessen werden wir Pfarrer versuchen, telefonisch zu gratulieren.

Trauerfeiern

Auch bei den Trauerfeiern gilt es, auf das Ansteckungsrisiko zu achten und jede Menschenansammlung und Direkt-Kontakte zu vermeiden.
Das bedeutet konkret:

- Alle Menschen, die einer Risiko-Gruppe angehören, sollen im Moment keine Beerdigung besuchen, um sich nicht dadurch zu gefährden.
- Auch sollen derzeit keine Trauerkaffees stattfinden.
- Die Trauerfeiern selbst sollen nach Möglichkeit am offenem Grab im Freien stattfinden, da in der Halle der Luftaustausch geringer ist, was zu einer vergleichsweise höheren Ansteckungsgefahr führt.
- Zu den Trauerfeiern sollen nur die direkten Angehörigen gehen, die zudem keiner Risiko-Gruppe angehören sollen, so dass die Gruppe der Teilnehmenden nur zwischen 10-20 Personen umfasst. insgesamt nur fünf Personen umfasst. möglichst klein bleibt. Die zulässige Teilnehmerzahl wird derzeit in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kommunalbehörden (bei uns also den Bürgermeistern) festgelegt.

Das mag traurig und herzlos klingen - aber denken Sie bitte an die Gefährdung der Menschen, die einer Risikogruppe angehören. Jeder kann das Virus weitertragen ohne es zu merken!


Anstelle Gottesdienst: Kirche im Radio

Hier bietet der Hessische Rundfunk täglich Radiosendungen zu kirchlichen Themen an.

Anstelle Gottesdienst: Video-Andacht

Derzeit stellt unsere Landeskirche jeden Sonntag um 9.00 Uhr einen Live-Stream auf ekkw.de bereit. Bisher sind folgende Beiträge erschienen:

15. März 2020 von Bischöfin Dr. Beate Hofmann

Die Andacht im Wortlaut zum Nachlesen Lied 369 Wer nur den lieben Gott

Liebe Schwestern und Brüder,

in diesen Tagen erleben wir eine ungewöhnliche Form von Passions- und Fastenzeit. Die Coronakrise zwingt uns zum „Kontaktfasten“. 7 Wochen ohne, diesmal 7 Wochen möglichst ohne soziale Begegnungen, damit Menschen vor Ansteckung durch das Coronavirus geschützt werden. Auch Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen werden deshalb weitgehend abgesagt.
Als EKKW werden wir darum in den nächsten Wochen neue Wege gehen und auch neue technische Möglichkeiten nutzen, um in Kontakt mit Ihnen zu bleiben, um Gottes Wort zu verkündigen und um Sorgenetze zu knüpfen, damit sich möglichst niemand allein und vergessen fühlen muss.
Darum wähle ich diesen Weg eines Videos, um Ihnen Gottes Wort für diesen 3.Sonntag in der Passionszeit auszulegen. Dieser Sonntag hat den schönen Namen „Okuli“, das heißt „Meine Augen“. „Meine Augen sehen stets auf den Herren“, ist das Leitwort für diesen Tag. Zu Gott aufsehen, das ist etwas, das mir in diesen schwierigen Tagen Kraft gibt. In Gottes Wort finde ich Trost und Wegweisung. Auch das Evangelium für diesen Sonntag will solche Wegzehrung sein. Es steht im Lukasevangelium, Kapitel 9, Vers 57-62. Es geht darin um den Ernst oder auch die Unbedingtheit von Nachfolge. Was da gesagt ist, klingt erst einmal nicht nach Trost und Zuspruch. Es wirkt eher wie eine Zurückweisung, wie eine „soziale Distanzierung“, die wir in diesen Tagen ja einüben sollen. Da heißt es:

57 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. 58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.
59 Und Jesus sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 60 Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!
61 Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. 62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Irritierend finde ich das, was Jesus da sagt. Wer Jesus nachfolgen will, der hat kein Zuhause mehr, der hat keine Familienbindungen mehr und der hat keine Zeit mehr, sich von seinem alten Leben zu verabschieden.
Radikal ist das, verstörend und unerbittlich. Es rührt damit an das Gefühl, das viele von uns in diesen Tagen haben. Von einem Tag auf den anderen hat sich unser öffentliches und soziales Leben verändert. Radikal ist auch das, verstörend und unerbittlich. Doch die angeordneten Maßnahmen dienen dazu, Menschen vor Ansteckung durch das Coronavirus zu schützen und das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten. Sie wollen nicht Leben zerstören, sondern Leben schützen. Den Anordnungen zu folgen, ist darum aus meiner Sicht Ausdruck von Verantwortung für die Gesundheit und das Leben anderer. Es ist eine Form von Nächstenliebe und damit ein Weg, in diesen Tagen Nachfolge zu leben. Manches darin wird schwerfallen, manche Absage von Besuchen oder Veranstaltungen tut weh, manche Begegnung wird fehlen.
Aber es ist wie in der Nachfolge auch: Wir geben etwas auf und wir gewinnen etwas: Neue Erfahrungen und neue Formen der Gemeinschaft. Wir werden in den nächsten Wochen neue Formen des Kontaktes, auch der Sorge füreinander suchen müssen: per Telefon, über das Internet und in unseren Familien und Nachbarschaften. Auch wir als Kirche und als christliche Gemeinden sind da gefordert. Und darum bitte ich Sie, bleiben Sie über Telefon oder Internet in Kontakt mit denen in Ihrer Nachbarschaft, die niemand haben, der für sie einkauft oder den Arzt holt. Helfen Sie so denen, die am Alleinsein und am Zuhause bleiben leiden.
Die Coronakrise nimmt uns aber nicht nur Begegnungsmöglichkeiten, sie gibt uns auch mehr Zeit als sonst, weil vieles, was bisher zu unserem Leben gehört, nicht stattfinden kann. Das schafft Raum für neue Erfahrungen, Zeit für Besinnung, Zeit für Gebet, Zeit für das Nachdenken über das, was wirklich wichtig ist im Leben. Genau das ist eigentlich der Sinn von Fastenzeit als Zeit, in der „weniger mehr wird“. So lese ich auch Jesu radikale Aufforderung: „Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes“.
Das ist keine Aufforderung, Menschen unbestattet zu lassen, ganz im Gegenteil. Tote zu bestatten gehört zu unserem Leben und Glauben. Jesu Wort ist vielmehr eine Aufforderung, Prioritäten zu setzen und sich klar zu werden, was wirklich wichtig ist im Leben und im Glauben.
Die radikalen Worte Jesu zeigen: es gibt nicht ein bisschen Nachfolge und nicht ein bisschen Glaube. Glauben ist eine Lebensform, die das ganze Leben umfasst. Was das konkret bedeutet, und welche Folgen es für das eigene Leben hat, das ist auch in den biblischen Geschichten unterschiedlich. Nicht jeder wird von Jesus in so radikaler Weise aus seinem bisherigen Leben gerissen wie die Menschen im Predigttext aus dem Lukasevangelium. Vielmehr fordert Jesus die Menschen heraus, die neugierig auf ihn und seine Botschaft sind. Er will, dass wir herausfinden, woran unser Herz hängt und was wirklich wichtig ist für sie.
Ist der reiche Jüngling bereit, seine Güter zu verkaufen, um Jesus nachzufolgen? Sind andere bereit, das Gewohnte hinter sich zu lassen und sich auf ganz neue Wege einzulassen? Bin ich bereit, nur auf Gottes Ruf zu hören und nicht auf andere Interessen? Bin ich bereit, verantwortlich zu handeln, bin ich bereit, zu erkunden, was Gott mir in diesen Wochen für mein Leben sagen will?
Die nächsten Tage und Wochen werden uns Gelegenheit bieten, über solche Fragen nachzudenken. Wir werden erproben, wie es sich anfühlt, Gewohntes hinter sich zu lassen – um der Liebe willen, um der Verantwortung für uns und andere willen. Das ist auch eine Gelegenheit, Gottes Wort mehr Raum im eigenen Leben zu geben, in der Bibel zu lesen, zu beten, still zu werden und zu hören auf das, was Gott von uns will in diesen Zeiten.
Für diesen herausfordernden Weg der Nachfolge in dieser Zeit des Fastens wünsche ich Ihnen Kraft, Liebe und Besonnenheit.

Und der Friede Gottes, der weiter ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Lied 395 Vertraut den neuen Wegen

Lebendiger Gott,
wir bitten dich für alle Menschen, die in diesen Tagen von Sorgen und Angst gequält sind, sei du ihnen nahe, schenk ihnen Gelassenheit und Vertrauen auf dich. Wir bitten dich für alle, die unter Einsamkeit leiden, weil sie zuhause bleiben müssen und keiner zu Besuch kommt; schenk ihnen Menschen, die auf andere Weise zeigen, dass sie da sind und sich kümmern.
Wir bitten dich für alle, die krank sind, behüte und begleite sie, sei ihnen nahe in schwierigen Momenten und stärke sie im Ringen um ihre Gesundheit.
Wir bitte dich für alle, die sich um Kranke kümmern, gib ihnen Kraft für ihren Dienst und bewahre sie vor Ansteckung.
Wir bitten dich für alle, die Verantwortung tragen und jetzt schwierige Entscheidungen treffen müssen, schenk ihnen Besonnenheit, Augenmaß und Mut.
Gott, wir bitten dich auch für alle, die jetzt nicht in einem sicheren Zuhause und gut versorgt sind, die auf der Flucht sind oder auf der Straße leben, die keine Krankenversicherung oder keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Hilf uns, sie und ihr Leiden nicht zu vergessen und lass uns Wege zur Hilfe für sie finden. Gott, du bewahrst uns im Leben und im Sterben, dir vertrauen wir uns und unsere Lieben an. Bleibe bei uns. Amen.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Gott segne dich und behüte dich,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.
Amen.


22. März von Pfarrerin Andrea Wöllenstein

Die Andacht vom 22.3.2020 zum Nachlesen

Musik zum Eingang (Ka Young Lee)

Der Friede Gottes sei mit euch allen.

Was wir uns vor kurzem noch nicht vorstellen konnten, ist heute Wirklichkeit: Es ist Sonntag, die Glocken läuten, die Türen unserer Kirchen sind offen, aber es finden hier keine Gottesdienste statt.
Viele Gemeinden suchen andere Möglichkeiten, beschreiten neue Wege. Diese Videoandacht am Sonntagmorgen ist eine Form, mit der unsere Landeskirche in den nächsten Wochen weiterhin zum Gottesdienst einlädt.

Wir feiern heute den 4. Sonntag in der Passionszeit. Sein Name ist „Lätare“. Das heißt auf Deutsch: „Freut euch!“ Ein Aufruf zur Freude, mitten in der Passionszeit!? Wie passt das zueinander und wie passt das in unsere Zeit? Nicht Freude, sondern Sorge bewegt uns angesichts der zunehmenden Zahl der Menschen, die auch in unserem Land mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Lebensmöglichkeiten werden von Tag zu Tag mehr eingeschränkt. Die Unsicherheit ist groß, wie es weitergehen wird. Und da sollen wir uns freuen?
Wir gehen auf Ostern zu. Es ist Halbzeit auf diesem Weg. „Kleines Ostern“ wird dieser Tag in der Kirche genannt. Seine Lieder und Texte geben Trost und Hoffnung. Zeigen nach vorn. Auf das neue Leben, auf den Neuanfang nach dem Dunkel. Der Name Lätare kommt vom Sonntagspsalm: „Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen.“ (Psalm 105,3b) Menschen haben Grund, sich zu freuen. Mitten in der Passionszeit, mitten in schweren Zeiten. Es ist eine Einladung zum Vertrauen, mitten in Unsicherheit und Angst.
Genau davon handelt auch der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium:

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht“ Joh 12,24

Jesus ist unterwegs nach Jerusalem. Viele bewundern ihn – und er kann Menschen helfen. Aber er selbst weiß: Es wird schwer, was ihn erwartet. Um seine Jüngerinnen und Jüngern darauf vorzubereiten, gebraucht er ein Bild aus der Natur. Nur das Korn, das in die Erde fällt, kann Frucht bringen. Das kennen sie. Säen und Ernten. In die Erde fallen und sterben ist für ein Korn die Voraussetzung für neue Frucht. Dieser Tod ist nicht Vergehen, sondern Verwandlung.

Weizenkörner, hart und glatt wie kleine Steine und doch voller Leben. Alles ist darin angelegt: Keim und Ähre, vielfache Frucht. In jedem Korn liegt die Verheißung zum Brot, das duftet und satt macht, das Gemeinschaft stiftet, wenn man es teilt. Aber das neue Leben ist noch verborgen, eingeschlossen in eine feste Schale, wie ein gut gehütetes Geheimnis.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt …
Beim Wort „fallen“ bleibe ich hängen. Etwas muss fallen, damit Neues beginnt. Wir erleben gerade, wie etwas fällt, wegfällt. Unsere Erfahrung, dass alles läuft. Die Wirtschaft, das öffentliche Leben, der Alltag mit Arbeit, Schule, Freizeit, Einkaufen… die vertrauten Abläufe. Das, was selbstverständlich war, was unserem Leben Stabilität gegeben hat, bricht auf einmal weg.
Das Weizenkorn fällt in die dunkle Erde. So dunkel ist unsere Angst, weil wir nicht wissen, was kommt.
Doch nur so kann das Weizenkorn keimen und Frucht bringen. Umbruch und Verunsicherung bergen etwas Gutes. In ihnen liegt der Keim des Neuen und die Kraft zur Verwandlung.
„Fallen“ ist ein Wort, das schillert zwischen aktiv und passiv: „Ich falle“ - und: „Ich lasse mich fallen“
Mich fallen lassen … meine Anspannung fallen lassen. Die Sorge, alles richtig zu machen. Mich fallen lassen in Gottes Arme, hinein in ein großes Lebensvertrauen. Auch dazu ermutigt der Wochenspruch. So, wie der Sämann, von dem Jesus in einem Gleichnis erzählt: Er tut alles, was er zu tun hat und dann überlässt er das Wachsen dem, der Wachstum und Gedeihen gibt.
Alles tun, was jetzt dran ist. Von dem wir wissen- oder von dem uns gesagt wird, dass es nötig ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Alle Vorkehrungen treffen, die wir treffen können. Und dann loslassen. Ausatmen und einatmen. Sorge und Anspannung ausatmen, Vertrauen und Zuversicht einatmen. Unser Immunsystem stärken, das physische und das seelische.
Wirkliches Vertrauen wächst, wenn ich mitten in der Bedrohung erfahre: Ich halte es aus. Ich komme durch.

Ich lasse mir etwas einfallen. Das ist ein dritter Aspekt. Und da geschieht ganz viel in diesen Tagen, was mir Hoffnung macht.
In Marburg wurde gerade die Aktion Coronavirus Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen. Mehr als 350 Menschen machen schon mit! Unter dem Motto „Gemeinsam stehen wir die Pandemie durch“ sind an vielen Stellen Plakate aufgehängt mit Hilfsangeboten, Namen und Telefonnummern, an die man sich wenden kann: Einkäufe und Besorgungen, Hunde ausführen und Kinder betreuen – was gerade gebraucht wird. An anderen Orten kochen Bürgervereine Essen und stellen es alten Menschen vor die Tür. Und auch das finde ich nachahmenswert, wenn Leute, die Karten für ein Konzert gekauft haben, jetzt sagen: Nein, das Geld will ich nicht zurück. Ich möchte die freiberuflichen Musiker und Musikerinnen unterstützen, die jetzt keine Einkünfte mehr haben.

Welches Korn lege ich in den Acker? Diesen Impuls nehme ich mit in die neue Woche. Denn wir alle sind gefragt. Jeder und jede von uns. Damit die Samenkörner der Solidarität und des Mitgefühls aufgehen und Frucht bringen.

Am Sonntag Lätare haben wir in unseren Gemeinden oft Weizen gesät. Wenn die Körner genug Wasser bekommen und Licht, gehen sie auf. Schon nach wenigen Tagen keimt es. Nach einer Woche schimmert es zart … und an Ostern stehen die Halme, kräftig und grün. Voller Hoffnung, voller Leben.
Weizen säen, das ist an diesem Sonntag für mich auch ein Symbol für unser Gebet. Meine Sorgen und Ängste lege ich in Gottes Hand. Meine Unsicherheit und meine Hoffnung.
Und ich vertraue darauf, dass meine Gebete erhört werden. Dass Gott meine Sorge verwandelt in Zuversicht und meine Angst in Vertrauen. Dass Liebe wächst wie Weizen….

Orgelchoral: EG 98 Korn, das in die Erde (Ka Young Lee)

Gebet

Fallen lassen,
meine Sorge und Anspannung,
die auferlegte und die selber gemachte.
Mich fallen lassen
in den Boden deiner Liebe –
Dazu hilf mir, mein Gott.

Mir etwas einfallen lassen,
lebendig werden und kreativ,
das wünsche ich mir und bitte dich:
Zeig mir, welches Korn ich in den Acker legen kann,
damit neues Leben wächst und Frucht bringt.

Barmherziger Gott, wir bitten für alle, die krank sind.
Sei du ihnen nahe, dass sie die nötige Behandlung bekommen,
Trost und Beistand in ihrer Not.
Für alle, die mit großem Einsatz forschen,
dass es ihnen gelingt, Impfstoffe zu entwickeln.

Für Ärztinnen und Ärzte, Schwestern und Pfleger, bitten wir.
Für alle, die uns in Supermärkten mit Lebensmitteln versorgen:
Gib ihnen Kraft für ihren Dienst und bewahre sie vor Ansteckung.

Wir bitten für alle, die um ihre Existenz fürchten,
um einen langen Atem und die Unterstützung, die sie jetzt brauchen.

Für alle, denen das Nötigste fehlt,
und die jetzt doppelt getroffen sind:
Für die Menschen in den Flüchtlingslagern;
für alle, die unter Hunger und Gewalt leiden.
Höre ihr Flehen!
Zeig uns, wo wir helfen können.

Für alle, die helfen, beten wir,
um Ideen und gutes Gelingen.
Und um viele Menschen, die mitmachen,
damit Mitgefühl und Solidarität unter uns wachsen.

Vater unser im Himmel…

Segen

Orgelnachspiel (Ka Young Lee)


29. März von Pröpstin Katrin Wienold-Hocke

Die Andacht vom 29.3.2020 zum Nachlesen

Musik zu EG 452: Er weckt mich alle Morgen

Herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst aus dem Haus der Kirche. So wollen wir für Sie da sein in diesen Tagen, wo Sie auch sind. Rufen Sie uns an, auch ihren Pfarrer oder ihre Pfarrerin., oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Wir können im nötigen Abstand verbunden sein. Wir sind da mit guten Worten, auf alten und neuen Wegen. Wir sind im Dienst.
Wir halten Gottesdienst. Wir feiern, dass Gott uns dient, im Beten und im Hören.
Gott ist die Quelle, die uns belebt, Jesus Christus die Wahrheit, die uns befreit, der heilige Geist die Kraft, die uns verbindet.

Lasst uns beten:
Wir kommen zu dir, Gott,
mit all dem, was wir auf dem Herzen haben,
mit unserer Sorge und Angst,
mit Sehnsucht und Hoffnung.
Du bist da.
Und wir können aufatmen.
Du sagst uns dein Wort.
Du stärkst und segnest uns.
Dafür danken wir dir, Gott.
Amen.

Sind Sie im Dienst? Arbeiten Sie in diesen Tagen und können jetzt gerade mal Luft holen?
Im Lebensmittelhandel und in der Pflege, in Politik, Polizei und Fürsorge gibt es mehr als genug zu tun.
Sie müssen und sie wollen für Andere da sein: systemrelevante Berufe ist ein Wort, das ich neu gelernt habe- und fröhlich wahrgenommen, dass endlich mal der Applaus stimmt. Sie haben in diesen Diensten immer Dank und Respekt verdient, jetzt aber ganz besonders, weil Sie ihr Leben für Andere einsetzen. Danke.
Manche Dienste sind plötzlich nicht mehr gefragt, mancher Laden bleibt abgeschlossen.
Selbständige haben trotz aller Zusagen schlaflose Nächte und hoffentlich treue Kunden, die sagen: wir kommen wieder, bleib für uns da!
Schwer ist es auch für die Angehörigen von Kranken und Alten, die sie jetzt nicht besuchen dürfen. Sie wären ihnen so gern auch körperlich nah!
Zu viel Nähe gibt es auf der anderen Seite auch, wo Kinder zu betreuen sind, die sonst zur Kita und Schule gehen. Stress mit den Hausaufgaben, Streit in kleinen Wohnungen. Da leisten Eltern und Geschwister Großes.
Besonders getroffen sind in diesen Tagen Viele, die immer wenig haben, wenig Lebensmittel und zu wenig Kontakt.
Alleinsein ist nicht leicht. Die jetzt einsam sind, tun ihren Dienst für die Gemeinschaft, auch das verdient Dank - und alle, die mal anrufen und nachfragen, ob Hilfe gebraucht wird, sind ein Lichtblick.
Wir erleben eine große Zeit der Dienste, auch der Messenger- und Streaming-Dienste.
Wir bleiben in Verbindung. So Viele sind füreinander da.
Das fällt nicht leicht. Es gelingt nicht immer und nicht allen. Aber unsere Gemeinschaft wird stärker.
Mir macht es Hoffnung, dass das Dienen Konjunktur hat.

Im Matthäusevangelium lesen wir dazu:
Aber Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. 26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.

Gesang EG 545: Wir gehen hinauf nach Jerusalem

Es ist wohl gar nicht leicht zu begreifen, das mit dem Dienen. Jesus sagt es seinen Jüngerinnen und Jüngern jetzt zum dritten Mal. Bei uns gilt nicht, wie viel Macht und Waffen einer hat. Groß ist jeder, der sich kümmert, ob er für eine Menschenseele betet oder ein ganzes Volk regiert. Ihr seid systemrelevant.
Jesus hat eine frohe Botschaft. Jedes einzelne Menschenleben ist Gott lieb und wichtig. Die Blinden sollen sehen und die Lahmen gehen. Die Armen haben etwas zu sagen.
Gerechtigkeit soll sich ausbreiten. Mit dieser Ansage von Gottes Liebe hat Jesus viel riskiert, denn sie ist bedrohlich für alle, die mit Gewalt regieren.
Er selbst ist weit gegangen in seinem Dienst. Er hat Kranke geheilt und Brot geteilt, Füße gewaschen und böse Geister ausgetrieben. Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst, hat er denen gesagt, die nach dem guten Leben fragten. Und sie haben es gefeiert, das gute Leben.
Jesus hat ausgehalten, dass seine Freunde schliefen, als er Todesangst hatte. Er war bitter einsam, als er am Kreuz starb, verspottet und verraten.
Christus hat sein Leben gegeben für Viele. Das ist der größte Dienst, den man sich vorstellen kann, dass einer aus Liebe sein Leben lässt. Damit es keine gibt, die glauben muss, sie sei verloren. Gottes treue Liebe befreit und macht lebendig, über den Tod hinaus. Wir dienen Gott, wenn wir uns gegenseitig helfen, jede auf ihre Weise, in dieser Leidenszeit. Wo wir schwer zu tragen haben, ist Jesus mit aller Kraft an unserer Seite und uns voraus. Ich hoffe und glaube, dass Gott aus dieser besonderen Passion Gutes wachsen lässt. Die guten Erfahrungen, wie wir uns gegenseitig beistehen können, können aufgehen wie Samenkörner, und die Liebe wächst wie Weizen. In diesem Jahr werden wir wohl nicht unbeschwert feiern, und doch kann es ein frohes Ostern werden!

Gottes Friede, der höher ist als unsere Vernunft,
bewahre uns Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Fürbitten
Guter Gott,
du bist uns nahe,
wenn wir ohnmächtig sind,
einsam und ratlos,
mit deinem Wort.
Du bist uns nahe,
wenn wir einander dienen
mit deiner Kraft.
Mehr als wir fassen können,
willst du uns Gutes.

Wir bitten dich für alle Kranken, um Beistand und Trost,
Für Alle, die jetzt einsam sind, bitten wir um Geborgenheit.
Für die, die wir jetzt nicht besuchen können, dass sie behütet bleiben.
Für alle, die sich um Kranke kümmern, in Kliniken und Heimen, gib ihnen Kraft für ihren Dienst und bewahre sie vor Ansteckung.

Wir bitten für die, die nach Therapie und Impfstoff forschen, um raschen Erfolg. Für die Frauen und Männer, die uns mit dem Nötigen zum Leben versorgen, dass sie gestärkt werden,
für alle, die sich kümmern in Politik und Verwaltung, um Weisheit und gute Beratung.
Für die, die um ihre Existenz fürchten, um verlässliche Unterstützung. Wir bitten für die Armen bei uns und für die Geflüchteten auf der Welt, dass die Hilfe sie erreicht.

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen
Musik: BWV 642 „Wer nur den lieben Gott lässt walten“


Tägliche Video-Andacht

Auch der Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg, zu dem unser Kirchspiel ja gehört, bietet ab jetzt eine tägliche Andacht auf YouTube. Zum extra hierfür eingerichtetem Kanal geht es hier lang:


Ein Ständchen verschenken (oder sich selber wünschen)

In den Wochen sozialer Distanz wollen Pfarrer Andreas Leipold und Kantor Sebastian Bethge die Möglichkeit geben, seinen Lieben oder Freunden einen besonderen Gruß in Form eines „Ich-denk-an-dich-Ständchens“ zu senden.
Ähnlich wie in früheren Zeiten die Verehrer unter dem Fenster der Liebsten musizierten, werden die beiden mit Flöte und Digitalpiano vor den Fenstern der Bedachten ein paar Minuten musizieren. Wer möchte, kann sich für diesen musikalischen Gruß auch ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch oder dem Beiheft EG+ wünschen.
Ausdrücklich soll dies ein Ständchen und keine konzertante Veranstaltung in Form eines Flashmobs sein, denn mit den beiden Musizierenden ist die maximale Anzahl von zwei Personen am Ort bereits erreicht. Auch wenn es eigentlich ein Zeichen des „Ich denk an dich“ sein soll, sollen Menschen nicht zögern, sich selber ein Ständchen zu wünschen.
Sollten öffentliche oder soziale  Einrichtungen wie Pflegeheime die Möglichkeit haben, das Ständchen von einem isolierten Ort über ein hauseigenes System in die Zimmer der Bewohner zu übertragen, soll diese Gelegenheit gerne genutzt werden.

Die Ständchen sollen zwischen 17:00 und 18:00 Uhr bei entsprechendem Wetter und nach Verfügbarkeit im Landkreis stattfinden. Als einzige Infrastruktur wird der Zugang zu einer Steckdose benötigt. Wer gerne ein solches Ständchen senden möchte, der schreibe bitte bevorzugt eine Mail an info.hersfelder-kirchenmusik@ekkw.de oder rufe im Büro für Musik an der Stadtkirche unter 06621-965780 an. Weil das Büro zur Zeit nur unregelmäßig besetzt sein kann, wird gebeten auf Band zu sprechen. Mit dieser Aktion soll auch auf andere Leidtragende aufmerksam gemacht werden. Deshalb werden die Schenkenden gebeten nach Möglichkeit eine Spende an eine Einrichtung zu machen, die sich um die Folgen der Coronakrise kümmert. Ein dem Musizieren naheliegendes Beispiel dafür ist der Nothilfefonds für freiberufliche Musiker der Deutschen Orchesterstiftung.



Willkommen



Herzlich willkommen auf den Seiten des Kirch­spiels Schenk­lengs­feld. Wir gehören zum Kirchen­kreis Hers­feld und Ro­ten­burg der Evange­li­schen Kirche von Kur­hes­sen-Waldeck. Unsere Gemeinden liegen in der Vor­der­rhön in der Nähe von Bad Hersfeld, also im Dreieck zwi­schen Fulda, Kassel und Erfurt.

Die Bezeichnung Kirchspiel leitet sich nicht von Spiel ab, son­dern vom alt- oder mittel­hoch­deut­schem spël, was soviel wie Rede, Erzählung oder theologisch: Predigt bedeutet. Mit Kirch­spiel ist also ein Kirchen­predigt­bezirk gemeint.

Und so versehen im Kirchspiel Schenklengsfeld derzeit zwei Pfar­rer­in­nen und ein Pfarrer ihren Dienst in den vier Kirchen­ge­mein­den des Kirchspiels.
Ab 2025 werden nur noch zwei Pfarr­stellen die drei Bezirke des Kirch­spiels mit ihren vier Kir­chen­gemein­den und fünf Kir­chen ver­sor­gen.


Zum Pfarrbezirk 1 zählen die Kirchen­gemeinde Hilmes mit der Kiliankirche, der Kernort Schenk­lengs­feld mit der Mauritius­kirche und dessen Ortsteile und Umdörfer Dinkelrode, Konrode, Lan­ders­hau­sen, Malkomes, Schenksolz, Un­ter­wei­sen­born, Wehrs­hausen und Wüstfeld.

Zum Pfarrbezirk 2 zählt die Kirchengemeinde Wippershain mit ihrer Kirche, Lampertsfeld und nörd­li­che Teile des Kernorts von Schenklengsfeld.

Der Pfarrbezirk 3 besteht aus der Kirchengemeinde Ransbach - Ausbach mit ihren Kirchen sowie östlichen Teilen des Kern­orts und dem Schenklengsfelder Ortsteil Oberlengsfeld.

Der Bezirk des Kirchspiels ist also mit Ausnahme des Dorfes Erdmannrode (das zur Kir­chen­ge­meinde Buchenau zählt) deckungs­gleich mit der Großgemeinde Schenklengsfeld und um­fasst zu­sätz­lich die Orte Ausbach und Ransbach, die politisch zu Hohenroda gehören.

Wenn Sie im Kirchspiel wohnen und wissen möchten, zu wel­chem der drei Pfarrbezirke Sie ge­hör­en, können Sie dies hier tun.


Pfarramt 1 Pfarramt 2 Pfarramt 3 WippershainAusbachRansbachHilmesSchenklengsfeld WehrshausenDinkelrodeSchenksolzMalkomesUnterweisenbornLandershausenWüstfeldKonrodeOberlengsfeld ErdmannrodeFischbachMotzfeldHillartshausenHohenroda1 km SoisbergLandeckerRingbergEichbergSchwärzelsberg